Das Lager der Heiligen
Der Roman, den Europa vorgibt, nicht gelesen zu haben
Jean Raspail veröffentlichte 1973 in Frankreich „Das Heerlager der Heiligen“. Es beschreibt eine Armada von einer Million Migranten, die vom Gangesdelta zur Küste Südfrankreichs segeln, und die Lähmung einer westlichen Zivilisation, die den Willen zur Verteidigung ihrer eigenen Grenzen verloren hat. Der Roman wurde sofort verurteilt, viel gelesen und nie ganz vergessen.
Was das Buch leistet
Raspails Szenario ist bewusst extrem. Die Flottille ist keine Invasionsmacht, sondern eine Masse unbewaffneter, hungernder Menschen, was das westliche Dilemma verschlimmert, nicht verbessert. Die französische Regierung, die katholische Kirche, die Medien und die intellektuelle Klasse reagieren jeweils mit ihrer eigenen Form der Kapitulation: einige aus Schuldgefühlen, einige aus Ideologie, einige aus Feigheit. Raspail wechselt zwischen den Schiffen, den Machtkorridoren in Paris und einer Handvoll Dissidenten, die sehen, was kommt, und es nicht aufhalten können.
Der Roman ist satirisch, grotesk und bewusst provokativ. Raspail schrieb keine politische Analyse. Er schrieb eine Fabel über zivilisatorische Erschöpfung, und er füllte sie mit Bildern, die dazu bestimmt waren, bequeme Leser unbequem zu machen. Ob man ihn als Prophezeiung, Provokation oder etwas dazwischen liest, er bleibt einer der umstrittensten Romane des 20. Jahrhunderts.
Über diese Ausgabe
Autor: Jean Raspail
Verlag: Vauban Books
Format: Taschenbuch
ISBN: 9798988739999
Übersetzung: Vauban Books (Redoubt) englische Ausgabe
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