Doktrin des Erwachens: Die Erlangung der Selbstbeherrschung gemäß den frühesten buddhistischen Texten (Original)
Buddhismus als aristokratische Disziplin
Julius Evolas Die Lehre des Erwachens, erstmals 1943 in italienischer Sprache veröffentlicht, stellt den frühen Buddhismus als etwas radikal anderes dar, als die sanfte, therapeutische Praxis, die westliche Rezipienten mit dieser Tradition assoziieren. Evola interpretiert die Texte des Pali-Kanons und argumentiert, dass die Lehre des Buddha im Kern eine asketische Kriegerdisziplin war. Der historische Buddha war ein Kshatriya, ein Mitglied der Kriegerkaste, und sein Weg zum Erwachen war kein Rückzug aus der Welt, sondern eine Eroberung des Selbst, verfolgt mit der Strenge und Härte einer militärischen Kampagne.
Evolas Interpretation
Evola entledigt den Buddhismus der devotiven und egalitären Schichten, die spätere Schulen hinzugefügt haben. Was bleibt, ist eine Lehre der radikalen Selbstbeherrschung: Der Praktizierende führt Krieg gegen Anhaftung, Illusion und den biologischen Lebenswillen. Evola verbindet dies mit seiner umfassenderen Philosophie der Tradition und positioniert den frühen Buddhismus neben den initiatorischen Pfaden anderer alter Zivilisationen. Das Buch ist unter buddhistischen Gelehrten umstritten, viele lehnen Evolas aristokratische Einordnung ab, aber es bleibt eine der markantesten Lesarten der Pali-Texte, die je veröffentlicht wurde.
Über diese Ausgabe
Autor: Julius Evola
Verlag: Inner Traditions International
Format: Taschenbuch
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