H. P. Lovecraft: Gegen die Welt, gegen das Leben
Houellebecq liest Lovecraft
Michel Houellebecq schrieb 1991 H. P. Lovecraft: Gegen die Welt, gegen das Leben, Jahre bevor er zu einem der berühmtesten und umstrittensten Schriftsteller Frankreichs wurde. Das Buch ist nominell eine literarische Studie über H. P. Lovecraft, den amerikanischen Horrorschriftsteller, der 1937 in Armut starb und posthum als einer der einflussreichsten Genreliteraten des 20. Jahrhunderts anerkannt wurde. Aber Houellebecq schreibt keine standardmäßige kritische Studie. Er benutzt Lovecraft, um seine eigenen Obsessionen zu verarbeiten: den Hass auf die Moderne, den Schrecken des Körpers, die Weigerung, an einer Welt teilzunehmen, die unerträglich geworden ist.
Lovecraft als Spiegel
Houellebecq nimmt Lovecrafts Rassismus, seine Angst vor Städten, seinen kosmischen Pessimismus und seine Unfähigkeit, im normalen gesellschaftlichen Leben zu funktionieren, nicht als biografische Peinlichkeiten, sondern als die Bedingungen, die seine Fiktion ermöglichten. Das Argument ist, dass Lovecrafts bestes Werk aus einer echten Abscheu vor der modernen Existenz entsteht und dass diese Abscheu, anstatt ein Mangel zu sein, der Motor seiner literarischen Kraft ist. Die Prosa ist scharf, persönlich und unverkennbar Houellebecq. Die Cernunnos-Hardcover-Ausgabe enthält Illustrationen und ergänzendes Material.
Über diese Ausgabe
Autor: Michel Houellebecq
Verlag: Cernunnos
Format: Hardcover
WHAT OUR READERS SAY
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