Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus: Eine populäre Darstellung
Lenins Theorie des kapitalistischen Imperialismus
Wladimir Lenin schrieb 1916 im Frühjahr in Zürich Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, während Europa im Ersten Weltkrieg zerrissen wurde. Die Broschüre argumentiert, dass Imperialismus kein Zufall oder eine politische Entscheidung ist, sondern das unvermeidliche Endstadium der kapitalistischen Entwicklung. Mit der Reifung des Kapitalismus weicht der Wettbewerb dem Monopol. Monopolkapital verschmilzt mit Bankkapital zu Finanzkapital. Finanzkapital, das in den Händen weniger konzentriert ist, benötigt neue Märkte und neue Territorien, und so teilen und verteilen die Großmächte die Welt unter sich auf.
Das Argument und sein Erbe
Lenin stützt sich stark auf die Arbeiten von J. A. Hobson und Rudolf Hilferding, aber er schärft deren Argumente und zieht radikalere Schlussfolgerungen. Der Krieg, so besteht er, sei ein interimperialistischer Krieg, der nicht für nationale Ehre, sondern für koloniale Beute geführt werde. Diese Einordnung wurde grundlegend für antikoloniale Bewegungen im gesamten zwanzigsten Jahrhundert und veränderte dauerhaft, wie die globale Linke die Beziehung zwischen Kapitalismus und Imperium verstand. Die Broschüre ist kurz, prägnant argumentiert und für ein breites Publikum geschrieben. Die Standardausgabe von International Publishers war jahrzehntelang das günstigste englische Taschenbuch.
Über diese Ausgabe
Autor: W. I. Lenin
Verlag: International Publishers
Format: Taschenbuch
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