José Antonio, Faschist
Das Spanien der Zwischenkriegszeit war ein Herd politischer Gewalt und Intrigen, gekennzeichnet durch den Einsatz von Staatsmacht durch Liberale und Sozialisten – in offener Zusammenarbeit mit Kommunisten –, um rechte Fraktionen rücksichtslos zu unterdrücken. Angewidert vom ineffektiven konservativen Widerstand, bildete eine ausgewählte Anzahl rechter Intellektueller die Falange Española (Spanische Phalanx), um den Geist ihrer Nation zu bewahren. Die Falangisten boten einen populistischeren, jugendorientierteren und dynamischeren Ansatz zur Politik, mit dem Ziel, das spanische Volk zum Handeln zu motivieren und die Republik durch eine Regierungsform zu ersetzen, die den spanischen Charakter inmitten der Stagnation der Nachkriegsjahre veredeln sollte.
Angeführt vom berühmten José Antonio Primo de Rivera y Sáenz de Heredia (1903–1936), dem ältesten Sohn des ehemaligen Diktators General Primo de Rivera, erkannten die Falangisten, dass die Situation eine andere Methodik erforderte als die reaktionären Impulse der anderen konservativen Fraktionen in Spanien. Enthalten ist eine detaillierte Geschichte der falangistischen Bewegung, einschließlich Biografien ihrer Führer und Beschreibungen ihrer Verbindungen und Interaktionen mit anderen faschistischen Bewegungen in Europa. Diese Primärquellen, von denen viele hier zum ersten Mal ins Englische übersetzt wurden, sind von unschätzbarem Wert für Studenten der spanischen Geschichte oder für diejenigen, die sich für populistische Bewegungen der Zwischenkriegszeit interessieren. In José Antonio, Fascist, zeigt der Gelehrte Jose Luis Jerez Riesco, dass der Falangismus, obwohl er von anderen zeitgenössischen Bewegungen wie dem italienischen Faschismus und dem deutschen Nationalsozialismus inspiriert und ergänzt wurde, dennoch eine einzigartig spanische Identität besaß, einschließlich eines starken katholischen Einflusses sowie des Wirtschaftssyndikalismus.
Die Geschichte der Epoche wird größtenteils durch eine Geschichte der falangistischen Zeitungen und anderer Veröffentlichungen dargestellt – viele davon überlebten nur in den privaten Archiven des Autors –, was dem Leser das Gefühl vermittelt, die Bewegung in ihrer Entwicklung als Reaktion auf den extremen Druck, dem sie ausgesetzt war, zu verfolgen. Durch diese Primärquellen, wie sie von Jerez Riesco präsentiert werden, kann der Leser die Falange aus ihrer eigenen Sicht sehen und verstehen, wie sie sich selbst und ihren Platz in der Geschichte sah. Durch die Verfolgung der Geschichte der falangistischen Zeitungen kann der Leser auch sehen, wie die Falangisten auf Unterdrückung und Zensur durch die republikanische Regierung Spaniens reagierten und sich anpassten.
Technische Daten: 369 Seiten, 5,5" x 8,5"
Verlag: Antelope Hill Publishing
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