Männer unter Trümmern: Nachkriegsgedanken eines radikalen Traditionalisten
Evolas politische Vision nach dem Krieg
Julius Evola veröffentlichte 1953 Menschen inmitten der Ruinen auf Italienisch. Das Buch ist sein Versuch, eine traditionalistische politische Haltung nach 1945 zu formulieren, als die alte europäische Ordnung zerstört war und die Auswahl zwischen liberaler Demokratie und Sowjetkommunismus bestand. Evola lehnt beides ab. Er plädiert für einen organischen Staat, der in Hierarchie, spiritueller Autorität und der Differenzierung menschlicher Typen verwurzelt ist, wobei er vormoderne europäische politische Formen als Modelle für das heranzieht, was aus den Trümmern wiederaufgebaut werden könnte.
Kernaussagen
Das Buch behandelt die Natur des Staates, den Unterschied zwischen einer organischen und einer totalitären Auffassung von Autorität, die Rolle der Ökonomie (die Evola der Politik und Kultur unterordnet), die Frage der Rasse, verstanden als spirituelle statt rein biologische Kategorie, und das Problem dessen, was er die „Menschen inmitten der Ruinen“ nennt, jene Individuen, die sich weigern, die Nachkriegsordnung als endgültig zu akzeptieren. Evola schreibt für einen spezifischen Leser: den Mann, der 1945 aufwachte, die Zerstörung überblickte und entschied, dass der Zusammenbruch der alten Formen nicht das Ende, sondern die Voraussetzung für etwas Neues war. Die Inner Traditions Ausgabe enthält Joscelyn Godwins Übersetzung und H. T. Hansens ausführliche Einleitung.
Über diese Ausgabe
Autor: Julius Evola
Übersetzer: Joscelyn Godwin
Verlag: Inner Traditions International
Format: Taschenbuch
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