Psycho-Cybernetics: Aktualisiert und erweitert
Der Chirurg, der die wahre Narbe fand
Maxwell Maltz war ein erfolgreicher plastischer Chirurg, und sein Buch begann mit einem beruflichen Rätsel, das er nicht loslassen konnte. Er korrigierte Entstellungen und sah, wie sich die meisten Patienten veränderten. Aber einige taten es nicht. Das Gesicht im Spiegel änderte sich, und die Person dahinter nicht, die darauf bestand, dass sie immer noch genauso aussah wie zuvor. Maltz kam zu dem Schluss, dass er das Falsche operiert hatte. Die Entstellung, die zählte, war nicht im Gesicht; es war das innere Bild, das der Patient von sich selbst trug.
Das Argument
Das 1960 veröffentlichte Buch Psycho-Cybernetics bezieht seinen Titel und seine zentrale Metapher aus Norbert Wieners neuer Wissenschaft der Kybernetik: der Untersuchung zielsuchender, selbstkorrigierender Systeme. Maltz schlug vor, dass das menschliche Nervensystem genau als ein solcher Servomechanismus arbeitet. Geben Sie ihm ein Ziel, und es wird darauf zusteuern, Korrekturen durch negatives Feedback vornehmen, so wie ein Torpedo auf ein Schiff zusteuert. Fehler sind keine Misserfolge, sondern Kursdaten.
Die Einschränkung ist das Selbstbild. Der Mechanismus wird nicht auf ein Ziel zusteuern, das der Bediener nicht für sich selbst hält; stattdessen wird er das Ergebnis erzeugen, das mit dem inneren Bild übereinstimmt. Die Arbeit ist also keine Anstrengung, sondern eine Überarbeitung des Bildes, und Maltz argumentierte, dass dies bewusst durch lebhafte mentale Probenarbeit geschehen könne. Das Gehirn, so behauptete er, unterscheide eine intensiv imaginierte Erfahrung nicht scharf von einer realen. Er verordnete dreißig Minuten pro Tag in dem, was er das Theater des Geistes nannte.
Sein langer Schatten
Das Buch hat weit über dreißig Millionen Exemplare verkauft und ist die Grundlage für das meiste, was danach kam. Tony Robbins, Zig Ziglar, Brian Tracy und Generationen von Athletik-Visualisierungs-Coaching greifen auf Maltz zurück, oft ohne Namensnennung. Die heute allgegenwärtige Idee, dass eine Gewohnheit einundzwanzig Tage dauert, stammt von hier, aus Maltz' klinischer Beobachtung, wie lange Amputierte brauchten, um aufzuhören, ein Phantomglied zu spüren – eine Nuance, die verschwand, als die Zahl wiederholt wurde.
Diese Tarcher-Ausgabe stellt den Originaltext von 1960 mit einer neuen Einleitung und einem Kapitelkommentar von Matt Furey von der Psycho-Cybernetics Foundation wieder her.
Taschenbuch. Aktualisierte und erweiterte Ausgabe.
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