Schwert Christi
Das Christentum als kämpferischer Glaube
Giles Coreys Schwert Christi ist ein durchgängiges Argument, dass das Christentum, richtig verstanden, nicht allein eine pazifistische Religion der persönlichen Erlösung ist, sondern ein zivilisatorischer Glaube, der seine Anhänger dazu verpflichtet, ihre Nationen, ihre Familien und ihr kulturelles Erbe zu verteidigen. Corey schreibt gegen das, was er als entartetes Christentum der Nachkriegszeit ansieht: den Konsumismus der Megakirchen, das therapeutische Selbsthilfegospel und den theologischen Liberalismus, der seiner Meinung nach das westliche Christentum von innen ausgehöhlt hat. Das Buch ist eine Polemik, und es liest sich auch so. Corey ist nicht an Ausgewogenheit interessiert.
Das Argument gegen Passivität
Den Kern des Buches bildet eine historische und theologische Übersicht über die christliche Militanz von der frühen Kirche über die Kreuzzüge, die Reconquista und die Religionskriege. Corey beruft sich auf Kirchenväter, mittelalterliche Theologen und politische Theoretiker, um zu argumentieren, dass die moderne christliche Zurückhaltung, sich an politischen Auseinandersetzungen zu beteiligen, eine historische Abweichung und keine theologische Norm ist. Er kritisiert insbesondere den amerikanischen Evangelikalismus, den er als eine judaisierte, zionistisch vereinnahmte Verzerrung der authentischen christlichen Lehre betrachtet. Das Buch setzt sich auch mit der Kritik der „dissidenten Rechten“ auseinander, dass das Christentum von Natur aus universalistisch und daher unvereinbar mit dem Nationalismus sei. Corey lehnt diese Behauptung ab und argumentiert, dass der christliche Universalismus auf die geistliche Ordnung und nicht auf die politische zutrifft.
Kontext und Rezeption
Veröffentlicht von Antelope Hill Publishing, zirkuliert Schwert Christi hauptsächlich in Kreisen der dissidenten Rechten und traditionellen Katholiken. Es ist sowohl innerhalb als auch außerhalb des Christentums umstritten. Mainstream-Konservative haben es weitgehend ignoriert. Leser sollten sich bewusst sein, dass Corey eine explizit parteiische Argumentation vorlegt und keine wissenschaftliche Untersuchung. Der Wert des Buches liegt in der Klarheit seiner Argumentation und der Breite seiner historischen Referenzen, die eine nützliche Lektüreliste bieten, unabhängig davon, ob man die Schlussfolgerungen akzeptiert.
Über diese Ausgabe
Autor: Giles Corey
Verlag: Antelope Hill Publishing
Format: Taschenbuch
ISBN: 9798892520256
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