Die Krankheit zum Tode
Søren Kierkegaard (1813–1855) veröffentlichte 1849 Die Krankheit zum Tode unter dem Pseudonym Anti-Climacus. Die im Titel genannte Krankheit ist Verzweiflung – nicht der emotionale Zustand, sondern ein ontologischer Zustand. Kierkegaard argumentiert, dass jeder Mensch in Verzweiflung ist, ob er es weiß oder nicht, weil Verzweiflung das Versäumnis ist, das Selbst richtig auf sich selbst und auf Gott zu beziehen.
Das Buch ist als psychologische und philosophische Anatomie der Verzweiflung in all ihren Formen aufgebaut: die Verzweiflung, nicht zu wissen, dass man verzweifelt ist; die Verzweiflung, nicht man selbst sein zu wollen; die Verzweiflung, man selbst sein zu wollen, ohne Bezug zu der Macht, die einen geschaffen hat. Kierkegaards Analyse ist messerscharf und zuweilen verheerend.
Dies ist Kierkegaard in seiner konzentriertesten und anspruchsvollsten Form. Die Prosa ist dicht, die Argumentation vielschichtig, und die von ihm eingeführten Kategorien – das Ästhetische, das Ethische, das Religiöse – gehören nach wie vor zu den nützlichsten Werkzeugen des existentialistischen Denkens. Die Übersetzung von Hong und Hong ist die Standardausgabe für Gelehrte, mit Einführung und Anmerkungen.
Ein grundlegender Text des Existenzialismus und eines der tiefgründigsten Werke der christlichen Philosophie, die je geschrieben wurden.
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